Veranstaltungen der Gesellschaft für Naturkunde e.V.
Mittwochsvorträge
Jeden Monat veranstalten wir im Naturhistorischen Museum Vorträge über Reisen in ferne Länder, über die heimische und exotische Tier- und Pflanzenwelt sowie zu verschiedenen wissenschaftlichen Fragestellungen.
Die öffentlichen Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt beträgt 3 Euro.
Für die Mitglieder der Gesellschaft für Naturkunde e. V. ist der Eintritt kostenlos!
Die nächsten geplanten Vortragsthemen sind:
Mineralreiches Namibia. Die Walter R. Kahn Sammlung in Braunschweig
13. Mai 2026, 19 Uhr
Vortrag von Dr. Birgit Kreher-Hartmann (Uni Jena)
Namibia, dieses Land im Südwesten Afrikas, lockt nicht nur wegen seiner kontrastreichen Landschaft zwischen Meer, Wüste und teils bizarren Gebirgen sondern auch mit seinem Mineralreichtum.
Lange bevor die ersten Europäer davon Kunde bekamen, tauschten im Otaviland die ortsansässigen San bereits Kupfererze mit den befreundeten Ovambos gegen Schmuck und Vieh. Nach einem geologischen und mineralogischen Überblick wird der Fokus in diesem Vortrag auf den Nordwesten Namibias gelegt, auf die Region um Tsumeb. Diese Kupferlagerstätte gehört zu den weltweit bekanntesten; mehrere Dutzend Erstbeschreibungen sind unter den fast 300 in Tsumeb beschriebenen Mineralspezies zu finden, darunter echte Exoten, z.B. Germanium- und Galliumhaltige Minerale. In Tsumeb besaß der Reiseunternehmer Walter R. Kahn (1911-2009) eine Farm; hier ging er einem seiner Hobbies, dem Minerale sammeln intensiv nach. Im Jahre 1982 bereicherte er mit seiner Sammlung das damalige Mineralogische Institut der TU Braunschweig. Heute sind einiger dieser Mineralschätze im Staatlichen Naturhistorischen Museum in Braunschweig zu bewundern. Lassen Sie uns gemeinsam auf eine bunte mineralogische Reise und Spurensuche gehen!
Da ist der Wurm drin! Oder etwa doch nicht?
24. Juni 2026, 19 Uhr
Vortrag von Dr. Ana Zippel (LMU München)
Was wir im Alltag „Wurm“ nennen, ist oft etwas ganz anderes. Viele der länglichen, manchmal beinlosen Tiere in Obst, Holz oder Pflanzen sind keine Würmer, sondern Insektenlarven – perfekt angepasst an ihre Lebensweise. Diese unscheinbaren Formen begleiten das Leben auf der Erde seit hunderten Millionen Jahren, lange vor den Dinosauriern. In seltenen Fällen wurden sie in Bernstein konserviert und erlauben uns heute einen einzigartigen Blick in die vergangenen Wälder der Kreidezeit, des Eozäns und des Miozäns. Entdecken Sie eine verborgene Welt, die zeigt, wie kleinste Lebewesen ganze Ökosysteme geprägt haben, damals wie heute.